3.12. Xindl X, Mirka Miškechová — Cudzinka v tvojej zemi

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Auch die dritte Musikpraline verbindet Künstler aus unterschiedlichen Ländern. Xindl X, ein Prager Singer & Songwriter singt in „Fremd in deinem Land“  im Duett mit der slowakischen Sängerin Mirka Miškechová. Doch es geht dieses Mal nicht um Brücken, sondern um die Hürden, die mit dem politischen Zerfall der Tschechoslowakei zusammenhängen. Ein trauriges Beispiel, wie politische Entscheidungen das alltägliche Leben negativ beeinflussen können.

Xindl X, Mirka Miškechová — Fremde in Deinem Land

Gestern haben wir noch die gleiche Sprache gesprochen
Und trotz einiger Fremdwörter,
Konnte ich deine Briefe lesen.
Heute überwiegen Fremde die Bekannten
Was ist los mit uns, verdammt?
Was ist los mit uns?

Gestern haben wir noch gleich gesprochen
Bis auf kleine Unterschiede
Heute fühle ich mich wie ein Depp
Wenn mir alle Wörter fremd vorkommen
Was ist los mit uns, verdammt?
Was ist los mit uns?

Gestern konnte ich dich verstehen
immer verstehe ich einzelne Wörter.
Es entgeht mir aber die Bedeutung der Sätze
Ich muss es immer wieder zu versuchen.

Ich schaue ins Wörterbuch
und versuche den bösen Traum zu vertreiben
dass ich gestern deine ganze Welt war
und es jetzt nicht mehr bin.
Ich schaue ins Wörterbuch und fühle mich traurig
dass ich nun, nur eine Fremde in deinem Land bin.

Erst gestern haben wir noch die gleiche Sprache gesprochen
aber die Wörter verändern ihre Bedeutung.
Mein Wortwitz verliert an Schärfe und schneidet nur noch
und reißt Risse in unsere Gespräche.

Gestern haben wir noch gleich gesprochen
Wörter wechseln ihre Bedeutung
Und jedes Schiff wird zu einem Wrack
Aus Bekannten werden Unbekannte
Und wir verwechseln das Hauptsächliche mit dem Nebensächlichen
Und das vor allem mit unseren Köpfen (wörtl. Häuptern).

Gestern hast Du mir Geistreiches erzählt
und heute lernst Du das Alphabet.
Und ich warte, was Du Dir wieder ausdenkst
Bleib bei mir, aber wecke mich nicht mehr auf.

Ich schaue ins Wörterbuch
und versuche den bösen Traum zu vertreiben,
dass ich gestern deine ganze Welt war
und jetzt es nicht mehr bin.
Ich schaue ins Wörterbuch und fühle mich traurig,
dass ich nun nur eine Fremde in Deinem Land bin.

Noch gestern haben wir ohne Probleme gesprochen
Und jetzt verstehen wir uns am Besten, wenn wir stumm sind.
Wörter führen uns gern an der Nase herum
und ich kann nicht mehr zwischen den Zeilen lesen.

Gestern haben wir noch die gleiche Sprache gesprochen,
aber Gefahren lauern auf uns in den Winkeln der Sätze,
die Wörter sind heimtückischer als die Giftschlange,
die uns sicher in winkelingen Satzverbindungen verraten werden.
Wir suchen auf einer leeren Karte,
vielleicht fehlt uns Mühe.
Ich verstehe ja Deine Körpersprache.
Aber nur wenn ich nackt bin.

Ich schaue ins Wörterbuch
und versuche den bösen Traum zu vertreiben
dass ich gestern deine ganze Welt war
und jetzt es nicht mehr bin.
Ich schaue ins Wörterbuch und bin traurig
dass ich nur eine Fremde in deinem Land bin.
Dass Du nur ein Fremder in meinem Land bist.
Dass ich nur eine Fremde in deinem Land bin.

Übersetzt von Michaela & Kuba